Farb-Edelsteine

Der Rubin
Rubine kommen außer in der Antarktis auf allen Kontinenten der Erde vor, die meisten stammen jedoch aus Asien oder aus Afrika. Die unterschiedlichen natürlichen Begebenheiten ihrer Fundorte sorgen dafür, dass das typische Rot der Rubine immer wieder in verschiedenen Variationen auftritt. So reicht die Farbe der Steine von einem sanften Rosa bis hin zu einem sehr intensiven, klaren Rot. Oftmals finden sich zudem Beifarben wie Orange oder Violett, die den Charakter des Rubins beeinflussen. Viele Experten schätzen vor allem den Farbton „Pigeonblood“, also „Taubenblut“. Gefunden wird dieser nur bei Rubinen aus Myanmar: Dabei mischt sich ein ganz feines, kaum wahrnehmbares Blau in das Rot und lässt es so besonders tiefgründig strahlen.
Der Saphir
Die erste Assoziation beim Saphir ist die Farbe blau. Und inder Tat: Viele Saphire zeigen verschiedene Töne dieser Farbe: Es gibt Saphire in einem strahlenden Himmelblau, solche mit der Farbe des Meeres, von dunkler Tinte oder von dem reichhaltigen Blau der Kornblume. Aber Saphire werden auch in allen anderen Farben gefunden. Einzige Ausnahme ist die Farbe rot. Dabei zeigen sich sowohl sehr reine und klare Farben als auch ungewöhnliche, mitunter sehr attraktive Mischtöne, so etwa bei den sogenannten Paparadscha Saphiren, die nach dem indischen Namen der Lotusblume benannte wurden: Sie strahlen in einer faszinierenden Mischung aus Gelb und Rosa.
Der Smaragd
Smaragde sind Edelsteine, die den Betrachter sofort in ihren Bann ziehen. Ihr Farbspektrum erstreckt sich von einem zarten Lindgrün über ein frisches Apfelgrün bis hin zu einem intensiven Tannengrün. Der unvergleichbare Smaragdglanz betont diese Farben auf eine einmalige Weise: Schon bei geringem Licht schimmern die Steine so als ob in ihnen ein grünes Feuer brennen würde. Was bei vielen anderen Edelsteinen als störend empfunden wird, trägt bei Smaragden zu ihrem faszinierenden Charakter bei: In ihrem Inneren zeigen sich oft Inklusionen und Unregelmäßigkeiten in ihrem Inneren, die Entstehungsgeschichte des Steines erzählen. Diese Unregelmäßigkeiten werden als der „Jardin“, „der Garten“, bezeichnet. Dieser macht jeden Smaragd zu einem echten Unikat
Der Tansanit
Nur ein kleines, nicht einmal 20 Quadratkilometer großes Gebiet am Fuße des Kilimandscharo in Tansania bringt eine der gefragtesten Edelsteinsorten der Welt hervor, die Tansanite. Damit sind diese indigo-blauen bis violetten Edelsteine etwa 1.000 mal seltener als Diamanten! Weil ihr Fundgebiet so klein ist, blieb es übrigens lange Zeit unentdeckt – erst im Jahr 1967 wurden die ersten Tansanite abgebaut.
Der Turmalin
Turmaline sind die einzigen Edelsteine, die in allen Farben des Regenbogens gefunden werden. Dabei treten oft sehr spannende Farbtöne auf. Die sogenannten Paraiba Turmaline aus Brasilien etwa zeigen mitunter einen einmaligen Farbton, der zwischen dem strahlenden Blau des karibischen Meeres und einem frischen Mintgrün changiert. Bei Turmalinen lässt sich zudem das optische Phänomen des Dichronismus beobachten: Je nach Blickwinkelverändert sich die Intensität der Farbe.
Der Aquamarin
„Meerwasser“ – so lautet die Übersetzung des lateinischen Namens des Aquamarins. Woher dieser Name stammt, ist eindeutig: Die Edelsteine erinnern mit ihrer blassen, blauen Farbe mit einem dezenten Stich ins Grüne eindeutig an das Wasser des Meeres.
Der Mondstein
Über die ganze Fläche der Mondsteine zieht sich ein elegantes, weiches Schimmern, das an den Glanz des Mondes erinnert – daher rührt der Name des Edelsteines. Gefunden werden die Steine meist in Sri Lanka oder in Indien. Je nach Herkunft unterscheiden sich dabei die Farben der Steine: Während die Exemplare aus Sri Lanka meist transparent bis milchig-weiß sind und einen zarten Stich ins bläuliche aufweisen, sind die indischen Mondsteine meist etwas trüber. Oftmals zeigen sie dazu ein warmes Orange.
Der Opal
Es gibt viele verschieden Arten der Opale: Schwarze, weiße und Graue, solche bei denen sich das typische schillernde Farbenspiel über den ganzen Stein zieht und solche, bei denen er nur in Teilen oder auch nur als Adern zu sehen ist. Jeder Stein ist dabei in Musterung und Farbverlauf vollkommen einzigartig. Opale wollen getragen werden, denn erst in der Bewegung blühen sie richtig auf. Dann scheinen die Farben regelrecht über den Stein hinwegzufließen – ein Effekt, der sonst bei keinem Material der Welt zu beobachten ist.
Schliff
Während Diamanten im Schmuck fast ausschließlich facettiert werden, werden manche Farbsteine auch zum sogenannten Cabochon geschliffen. Das bedeutet, dass der Stein eine glatte runde Oberfläche bekommt. Während facettierte Edelsteine auf meist sehr lebendige Weise die Farbe des Edelsteines in vielen verschiedenen Nuancen wiederspiegeln, zeigt sich im Cabochon auf eine ruhige, elegante Weise die volle, reine Farbe des Edelsteines.
Pflege
Wie auch bei Diamantschmuck gilt: Die Steine mögen sehr hart sein, zerbrechen können sie trotzdem. Darum sollte der Schmuck vor schweren Arbeiten abgelegt werden. Bei der Aufbewahrung sollte darauf geachtet werden, dass sich die Steine nicht gegenseitig zerkratzen können. Die meisten Edelsteine können etwa in einer Lauge aus Seife, Spül- oder Waschmittel gereinigt werden. Bei einigen weichen oder porösen Steinen gilt es jedoch, bestimmte Pflegeprodukte zu meiden. Auch die Reinigung im Ultraschallgerät ist für einige Steine ungeeignet. Gern können wir Sie hierzu beraten.